Neues

von Eva

Nun sind wir zu Dritt

Unsere Kiana ist mittlerweile schon 5 Wochen alt. Die letzten Wochen sind rasend schnell vergangen und wir haben jeden einzelnen Tag genossen.

Im Gegensatz dazu waren die letzten Tage vor der Geburt unbeschreiblich lang. Aufgrund dessen, dass mir von unzähligen Seiten gesagt wurde, dass unsere Tochter aufgrund meiner sportlichen Aktivität mit Sicherheit zu früh kommen würde, habe ich schon gute 10 Tage vor dem berechneten Termin mit ihr gerechnet. Anscheinend hatte sie sich in meinem Bauch aber doch zu wohl gefühlt. Am Ende mussten drei Tage länger auf sie warten. Nachdem ich mich den ganzen Tag über irgendwie seltsam und anders gefühlt hatte und ein ziehen im Rücken verspürte, dass ich nicht richtig einordnen konnte, machten wir uns dann um Mitternacht tatsächlich auf den Weg ins Krankenhaus. Die Geburt verlief nicht ganz komplikationslos aber ich denke, dass es keine Frau gibt, die das am Ende über ihre behaupten könnte. Ich bin sehr froh sagen zu können, dass ich eine gesunde Tochter auf natürlichem Weg zur Welt bringen konnte. Insgesamt hatte ich gute sieben Stunden heftige Wehen und bin im Nachhinein mehr als dankbar, dass ich keine PDA bekommen habe. Zudem hatte ich auch keine Geburtsverletzungen. Das sind sicherlich alles Gründe dafür, dass ich relativ schnell wieder fit war und schnell wieder Lust hatte Sport zu betreiben.

Um 7:05 kam unsere Kiana gesund zur Welt. Sie hatte 3280g und war 52cm groß. Es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl, allerdings auch so schmerzhaft, dass ich nun der Überzeugung bin, dass ein Ironman dagegen ein Spaziergang ist. Wir hatten die Geburt beide sehr gut überstanden und durften das Krankenhaus am späten Vormittag auch gleich wieder verlassen. Auch eine der Entscheidungen die ich sofort wieder treffen würde. Zu Hause wurden wir von meiner Mama bestens versorgt. Meine Hebamme besuchte uns zu Hause regelmässig und wir fühlten uns rundum wohl.

Am nächsten Tag unternahmen wir bereits unseren ersten Spaziergang. Der fiel allerdings sehr kurz. Dafür fühlte ich mich am zweiten Tag bereits wieder bedeutend besser und am dritten nahezu wieder vollkommen erholt. Am 6. Tag hatte wieder Lust auf etwas Bewegung und begann mit lockerer Gymnastik. Zehn Tage nach der Geburt war ich zum ersten mal wieder am Wasser. Es war ein komisches Gefühl ohne einen großen Bauch zu schwimmen und hatte noch relativ wenig mit richtigem Sport zu tun. Ich begann in dieser Woche auch wieder mit lockeren Lauf-Gymnastik Einheiten und unternahm meine erste Radausfahrt. Das hört sich vielleicht nach viel an, war es aber nicht. Die Einheiten waren kurz und locker und ich genoss viel mehr wieder mich regelmäßig zu bewegen.

In den ersten drei Wochen habe ich mich auch rein nach Lust und Laune bewegt. Genauso wie ich es auch die letzten vier Wochen vor der Geburt gehandhabt hatte. Das Hauptaugenmerk lag auf Gymnastik und Schwimmen. Ab der vierten Woche habe ich mich wieder mit meinem Trainer abgesprochen aber es hat sich am Aufbau kaum etwas geändert. Letzte Woche war ich zum Beispiel 5x Schwimmen, 3x Gymnastik, 2x Rad fahren und 1x Laufen. Ich fühle mich nach keiner Einheit ausgelaugt und ich trainiere nur im Grundlagenbereich. Ich habe auch einen Leistungstest am Rad absolviert. Dieser viel zu unserer Überraschung sogar ziemlich gut aus und wir wissen nun genau auf welchem Level ich mich tatsächlich bewege.

Obwohl ich mich im Alltag hervorragend fühle, trifft das auf die Trainingseinheiten nicht so sehr zu. Ich habe zwar sehr viel Freude an der Bewegung, allerdings ist das Niveau deutlich gesunken und ich hätte mir ehrlich gesagt nicht gedacht, dass der Wiedereinstieg so eine große Herausforderung werden würde. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich hochschwanger sportlicher unterwegs war. Ich habe auch deutlich an Muskelmasse abgebaut, was man nicht nur auf der Waage ablesen kann, sondern ich auch ganz deutlich, speziell beim Schwimmen, spüre. Daher liegt mein Hauptaugenmerk im Moment ganz klar im Stabilisationstraining, Krafttraining und Dehnen. Ich spüre ganz deutlich eine muskuläre Disbalance die ich mit diesen Einheiten ausgleichen muss und natürlich dient es auch zur Vorbeugung vor Verletzungen.

Unser Alltag hat sich durch Kiana  eigentlich nicht wesentlich verändert. Sie bringt in jeden Tag mehr Lachen und Freude. Dadurch, dass ich sie stille, müssen wir den Tagesablauf etwas genauer planen. Im Moment ist das aber auch noch kein größerer Umstand, weil meine Trainingseinheiten noch sehr kurz sind und ich dadurch immer rechtzeitig zurück bin bevor sie hungrig wird.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch einmal bei allen für die lieben Glückwünsche, Geschenke und lieben Nachrichten bedanken. Wir haben uns über jeden einzelnen sehr gefreut. Außerdem möchte ich mich noch einmal bei meinen großartigen Sponsoren bedanken. Ich freue mich schon jetzt auf meinen Wiedereinstieg und freue mich jeden Tag aufs neue das ich die Möglichkeit habe diesen Sport ausüben zu dürfen.

Lg

Eva

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