Neues

von Eva

Marathondebüt

Marathondebüt in 2:37:59

Zehn Tage nach dem Marathon fühle ich mich wieder ziemlich gut erholt. Die ersten vier Tage waren es vorwiegend meine Gelenke, die etwas schmerzhaft waren. Danach fühlte ich mich recht schlapp, müde und selbst lockeres Training fühlte sich als zu große Anstrengung an. Heute, nach ein paar Nächten mit 10-12 Stunden Schlaf, bin ich endlich wieder fit.

Die ersten vier Tage nach dem Marathon habe ich, außer viel Gehen, keinen Sport gemacht. Ich brauchte auch etwas Erholung für den Kopf und war auch nicht sonderlich motiviert mich sportlich zu betätigen. Ich ließ meine Beine von meiner Physiotherapeutin Simone behandeln, um ja nicht Gefahr zu laufen, mir eine Verletzung einzuhandeln. Freitags begann ich dann mit leichter Gymnastik und am Wochenende war ich Schwimmen und zwei Mal Radfahren. Seit dem Wochenende bin ich auch wieder ins geregelte Training eingestiegen und freue mich, dass ich seit Dienstag auch wieder einigermaßen fit unterwegs bin.
Nachdem mein Wettkampfplan vorsieht, am 20. Mai beim Ironman 70.3 Barcelona am Start zu stehen, konnte ich mir auch keine lange Pause gönnen.

Auch mit ein paar Tagen Abstand, kann ich nicht leugnen, dass ich über mein verpasstes EM-Limit enttäuscht bin. In der letzten Woche haben mich viele Menschen gefragt, ob ich mit meinem ersten Marathon zufrieden sei und die Antwort bleibt die gleiche: Ich habe am Renntag alles gegeben, nicht eine Sekunde verschenkt und immer versucht zu kämpfen. Daher sollte ich eigentlich zufrieden sein. Der reine Marathon unterscheidet sich von einem Marathon in einem Triathlon, meiner Meinung nach, sehr. Ich musste definitiv mehr Tiefs bewältigen als in einem Ironman. Ich hatte es mir vielleicht auch etwas einfacher vorgestellt, weiß nun aber auch, was ich beim nächsten Mal besser machen muss.

Im Training haben wir versucht einen Spagat zu finden, zwischen der Aufrechterhaltung der Fitness im Training, hier auch nicht zu viele Trainingswochen zu verlieren, und das Maximum an Laufkilometern für den Marathon zu laufen, ohne eine Verletzung davonzutragen. Wahrscheinlich haben wir das Lauftraining etwas zu defensiv angelegt, um mit Sicherheit unter 2:37 bleiben zu können.

Die Hauptsache bleibt dennoch: Ich hatte sehr viel Spaß, ein ganz ganz tolles Team und freue mich nun, dass die Triathlon-Saison beginnt.